Wie sieht ein Anerkennungsbescheid aus? Ein Beispiel aus dem Bereich des Handwerks.

Rund 50.000 Menschen haben sich seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes 2012 zur Berufsanerkennung bei einer Handwerkskammer beraten lassen¹. Kein Wunder also, dass immer mehr Betriebe Bewerbungen mit einem beigefügten Anerkennungsbescheid erhalten. Doch nicht jeder weiß – wie Arthur Rothermann – auf Anhieb etwas mit dem Dokument anzufangen. Grund genug, dass wir heute mal einen typischen Anerkennungsbescheid einer Handwerkskammer unter die Lupe nehmen wollen.

»Den« Anerkennungsbescheid gibt es nicht.

Ein Anerkennungsbescheid enthält zahlreiche Informationen, so etwa:

  • zur Berufsausbildung: Wann und wo hat die oder der Antragstellende im seinen Berufsabschluss im Ausland erworben? Etc.
  • Angaben zu einschlägiger Berufserfahrung und Qualifikationsnachweisen

Das macht den Anerkennungsbescheid zu einem individuellen Dokument, das die persönlichen Kenntnisse und Fertigkeiten einer Fachkraft präzise abbildet. Im Aufbau aber folgen Anerkennungsbescheide stets der gleichen Grundstruktur. Klicken Sie auf die einzelnen Bilder, um sich einen typischen Anerkennungsbescheid im Vollbildmodus erläutern zu lassen.

Anerkennungsbescheid der Handwerkskammern (Beispiel)

 

In unserem Beispielbescheid geht es um eine Fachkraft, die in Polen eine Ausbildung zum Maler/Tapezierer absolviert hat und bereits über mehrjährige Berufserfahrung verfügt. Da sie mit den eingereichten Unterlagen nicht die volle Gleichwertigkeit ihres Abschlusses mit dem deutschen Referenzberuf belegen konnte, wurde zunächst eine teilweise Gleichwertigkeit beschieden.  Im Rahmen eines Fachgesprächs mit einem Sachverständigen konnte die Fachkraft anschließend die volle Gleichwertigkeit ihrer Qualifikation mit dem deutschen Berufsbild unter Beweis stellen.


¹ Bundesministerium für Bildung und Forschung: Bericht zum Anerkennungsgesetz 2017.

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