3 Gründe für die Berufsanerkennung als Instrument der Mitarbeiterbindung

Eine Stelle neu zu besetzen, kostet Unternehmen nicht nur Zeit, sondern häufig auch viel Geld: Von der Ausschreibung bis zur Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters bzw. einer neuen Mitarbeiterin in einer mittleren Einkommensklasse investieren Unternehmen durchschnittlich rund 23.000 Euro – ein guter Grund, einmal gewonnenes Personal möglichst lang an das Unternehmen zu binden. Doch wie?

Die Personalbindung stellt sich häufig als große Herausforderung dar: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind heute flexibler, binden sich nicht mehr so leicht an einen Arbeitgeber und wandern schneller ab, wenn sie mit ihrem Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Genau da setzt die Berufsanerkennung an: Sie kann auf verschiedene Weise dazu beitragen, die Zufriedenheit der Beschäftigten zu erhöhen – und sie so langfristig an das Unternehmen zu binden.

1. Grund: 90%

…aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es sehr wichtig , dass ihre beruflichen Fähigkeiten angemessen genutzt werden.*

So hilft die Berufsanerkennung: Viele Fachkräfte mit ausländischem Berufsabschluss sind vor ihrer Berufsanerkennung als ungelernte Helferinnen und Helfer angestellt und können ihre Kenntnisse und Fertigkeiten nicht richtig einbringen. Die Berufsanerkennung ermöglicht ihnen, ihr Können unter Beweis zu stellen und anspruchsvollere Tätigkeiten zu übernehmen, die ihrem Qualifikationsprofil entsprechen.

2. Grund: 97%

…der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gute berufliche Perspektiven wichtig oder sehr wichtig.*

So hilft die Berufsanerkennung: Der Anerkennungsbescheid macht transparent, über welche Kenntnisse und Fähigkeiten eine ausländische Fachkraft verfügt. Dadurch ist es Unternehmen möglich, persönliche Karrierepfade aufzeigen und individuelle Weiterbildungsangebote bereitzustellen.

3. Grund: 72%

…der Befragten schätzen ihre persönliche berufliche Position nach der Antragstellung auf Berufsanerkennung besser ein als vorher und führen dies auch auf die Anerkennung zurück.**

 


 

*Quelle: Freiburger Forschungsstelle für Arbeitswissenschaften (FFAW)

**Quelle: Befragung im Rahmen der Evaluation des Anerkennungsgesetzes, durchgeführt von der InterVal GmbH und dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK).

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